Jeder kennt es, man gibt sich einer Sache mit seiner ganzen Seele hin, weil man sich dabei gut fühlt und sein inneres Wohlbefinden steigert. Doch nehmen wir mal an, die investierte Zeit und die ganzen vollbrachten Taten werden nicht genug gewertschätzt, also man erlangt das befriedigende Gefühl nicht.
Zahlt es sich dann noch überhaupt aus, weiterzumachen und sich zu "quälen" mit Handlungen, welche eigentlich die Seele beruhigen sollten?
Die Antwort ist komplex:
Nimmt man sich was vor, so versucht man sein Vorhaben erfolgreich zu beenden und ist schlussendlich voller Stolz erfüllt. Einfach gesagt. Gross reden kann jeder, Taten sind gefragt. Der erste Schritt ist meiner Meinung nach sehr speziell und erfordert einiges an Kraft, Mut, Überwindung und Überzeugung. Hat man erst mit der Investition begonnen, so erreicht man nach einer Zeit den so genannten "point of no return". Wie der Name schon sagt, befindet man sich ab diesem Punkt an einer Stelle, an der Aufgeben und Aufhören unbekannte Wörter sind.
In diesem Artikel befasse ich mich Primär mit der Tatsache, dass einem Menschen weder Gutes noch Schlechtes widerfahren kann. Das Einzige, was wir tagtäglich erleben sind äussere Gegebenheiten. Gegebenheiten, mit welchen wir versuchen müssen, damit umzugehen. Das faszinierende Wesen Mensch aber, welche sich primär mit emotionalen Erlebnissen konfrontiert sieht, bewertet diese je nach Umstand verschieden. Ob und wie ein Mensch von diesen emotionalen Erlebnissen beeinflusst wird, ist immer verschieden. Man kann sagen, dass wie wir mit unseren Gefühlen umgehen, und in wie fern diese unsere Handlungen beeinflussen, mehr oder weniger nachvollziehbar ist.
Als Beispiel:
Nehmen wir an, ich sei hoffnungslos in eine Kunstarbeit vernarrt. Ich betätige mich täglich mehrere Stunden an der Leinwand, um meine kreativen Geist festzuhalten. Dabei beschäftigt mich dieses Vorhaben auch bei anderen Tätigkeiten, beispielsweise beim gemeinsamen Bier mit meinen Freunden. Ich erzähle ihnen von meinen Ängsten und Befürchtungen, weil dieses Projekt meinen objektiven Blick total eingeschränkt hat, was auch nachvollziehbar ist, da man mit Kunst ja seine subjektiven Empfindungen einfangen und präsentieren möchte.
Also versuche ich mich zu besinnen und konzentriere mich auf meine Gefühle und das Gemälde... Aber halt! Ist dies kein Widerspruch? Objektivität, um sich auf das Wesentliche zu besinnen und Subjektivität, um seine Gefühle ausleben zu können? Eben doch... Schliesslich sind es unsere Gefühle, die das Leben lebenswert machen und unser rationales Denken, welche uns vor unüberlegten Taten schützen.
Ein unendlicher Widerspruch also.